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Der Zauber der Natur im Alpenland

die Wahnsinnig beeindruckende Sigmund-Thun-Klamm

Kaprun, Salzburger Land, Österreich


Werbung ohne Auftrag - eigene Meinung

Faszinierende Berge, saftig grüne Almen, schöne Bergseen. Das ist grob Österreich. Ein Land so unglaublich facettenreich und vielseitig. Auf unserem Roadtrip 2020 besuchten wir unter anderem unser schönes Nachbarland in den Alpen. Wir kamen dabei auch ins Salzburger Land und machten einige Ausflüge in der Umgebung von Zell am See und Kaprun. Einen Besuch statteten wir der Sigmund-Thun-Klamm in Kaprun ab. Die Schlucht hat uns wahnsinnig beeindruckt. Warum? Das erfährst du hier. 

Der Ausflug zu dieser Klamm war wieder einmal mehr oder weniger Google Maps geschuldet. Wir besitzen natürlich die gängigen Reiselektüren, doch man lässt sich gern inspirieren. Da diese Schlucht nur wenige Kilometer von unserem Campingplatz (der Platzcheck folgt!) entfernt liegt, machten wir uns an dem Tag ohne großartige Wanderung dahin auf. Sehr vorbildlich mit den Öffis, wie die Österreicher ihren Nahverkehr nennen. 

 

Die Geschichte der Klamm

Vor ewig langer Zeit schnitt der damalig gewaltige Strom der Kapruner Ache einen rund 320m langen und etwa 32m tiefen Spalt in die Felsen. Er formte dieses einzigartige Naturschauspiel.

 

Die Felshöhle des Bürgkogels (eine teilweise bewaldete Anhöhe mit beeindruckender Ge-schichte) bot den ersten Siedlern des Kapruner Tales bereits vor ca. 4000 Jahren Schutz. Diese befindet sich an der rechten Seite der Klamm in Kaprun

 

Später wurde bei archäologischen Ausgrabungen eine keltische Wallanlage aus dem 5. Jahrhundert vor Christus gefunden. Weiterhin fand man Reste spätantiker und mittelalterlicher Befestigungsanlagen. Dies deutet auf eine Besiedlung bis in 12. Jahrhundert hin. In späteren Jahrhunderten entwickelte sich dort eine Agrarkultur, welche heute noch die Kulturlandschaft prägt.

 

Im Tal war die Landwirtschaft wichtig. Außerdem gab es ein starkes Holzreichtum und so wurde die Klamm bereits in früheren Jahrhunderten zum Flößen genutzt. 

 

Die Erschließung der Klamm

Im Jahr 1890 begann man mit der Errichtung eines Fahrweges von Zell am See bis zum Mooserboden. Der Mooserboden ist eine ehemalige Almlandschaft im Kapruner Tal. Im Zuge der Errichtung begann auch die touristische Entwicklung des Tales. Es wurde eines der beliebtesten Tauerntäler im Pinzgau.

Tauern - Gebirgskette der Ostalpen

Pinzgau - ein Bezirk im Südwesten des Bundeslandes Salzburg. Als politische Verwaltungseinheit wird er als Bezirk Zell am See bezeichnet.

Bereits im Jahre 1893 wurde die Kapruner Klamm mit einer Holzsteganlage erschlossen. Sie erhielt ihren heutigen Namen nach dem Stadthalter von Salzburg Sigmund Graf von Thun. Schon 1934 wurde die Klamm zu einem Naturdenkmal erklärt. 1938 trat die Nutzung der Wasserkräfte in den Vordergrund und so wurde die Steganlage zerstört.

 

Erst im Jahr 1991 wurde die Arbeit wieder aufgenommen, um die Steganlage neu zu errichten. Die Arbeiten dazu begannen im Frühjahr 1992 und schon im August des Jahres wurde die Klamm für Besucher wieder frei gegeben.

 

Die Wanderung durch die Sigmund Thun Klamm

Die kurze Wanderung beginnt direkt nach dem Kassenhäuschen. Dort ist der Einstieg in die Klamm. Sofort wird man von den tosenden Wassermassen in den Bann gezogen. Es ist eine einmalige Atmosphäre. Über sehr stabile Holzstege geht es talaufwärts durch die enge Klamm. An heißen Sommertagen bekommt man in der Schlucht eine Abkühlung, an nicht so schönen Tagen bekommt man hier bestimmt eine einmalige mystische Stimmung zu sehen. 

 

Dadurch, dass die Klamm mit ihren 320 Metern zu einer recht kurzen Schlucht gehört ist sie hervorragend auch für Familien mit Kindern geeignet oder auch für Menschen, die lange Wanderungen nicht antreten können. Allerdings muss man erwähnen, dass durch das Wasser manche Stege etwas rutschig sein können. 

 

Auf dem Klammweg gibt es überall wunderbare Aussichtspunkte, wo man dieses Naturschauspiel bewundern kann. Man sieht richtig anhand der Form der Felsen wie sich die Wassermassen durch den Stein gearbeitet hat. So faszinierend. Überall gibt es wunderbare Fotopunkte und durch Sonne herrliche Lichteffekte mit dem Wasser. 

Sigmund Thun Klamm mit Kindern
fasziniert wird überall stehen geblieben und geschaut

Gegen Ende der Schlucht kann man mit Fantasie die Klammhexe und den Klammgeist finden. Hast du die Hexe entdeckt?

 

So wird bei den kleinen Besuchern der Klamm noch einmal die Fantasie eingeheizt.

 

Ein Tipp für Besucher: Bitte auf jeden Fall etwas zum Überziehen mitnehmen, denn in der Schlucht ist es einige Grad kühler und auch etwas feuchter. Rutschfestes Schuhwerk ist außerdem auf den teilweise feuchten Stegen von Vorteil.

 

Die Dauer des Besuches

Dieser Wasserfall entlang der Staumauer vom Klammsee markiert das Ende der Klamm.

 

Die reine Gehzeit durch die Schlucht beträgt ohne Fotostopps so ca. 15 Minuten. Mit Fotostopp und überall Staunen ist man mit Kindern gut 30-45 Minuten in der Klamm.

 

Möchtest du den angrenzenden Klammsee umrunden und dort picknicken oder noch eine kleine Wanderung zur Schneckenreith Alm unternehmen, um dort gemütlich einzukehren, kannst du für diesen Ausflug einen halben Tag einplanen.

 

Die Wanderung um den Klammsee ist knapp zwei Kilometer lang. Dort kann man über einen breiten Wanderweg zurück zum Parkplatz laufen. 

 

Wenn dir nach deftiger Hausmannskost ist und du selbsgemachten Käse und frisches Brot und Speck liebst, dann solltest du den kurzen steilen Weg hoch zu Alm nehmen. Du hast die Wahl.

 

Öffnungszeiten & Preise

In den Sommermonaten hat die Klamm von Montag bis Sonntag von 8.30 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet. Wer mit Hundi reist, darf diesen gern mitnehmen.

 

Für Erwachsene kostet der Eintritt sechs Euro, für Kinder (6-15 Jahre) 3,50 Euro. Mit Gästekarte ist der Preis reduziert.

Eine Familienkarte kostet 13.50 Euro (Gästekarte 12.00 Euro).

 

Anreise & Parken

Die Anreise erfolgt mit dem Bus oder mit dem Auto

 

Ab Zell am See steigt man entweder am Postplatz oder am Bahnhof in den Linienbus der Linie 660 ein. Ausstieg ist direkt am Halt Sigmund-Thun-Klamm.

 

Mit dem Auto fährt man etwa 15 Minuten ab Zell am See. Parkplätze sind direkt dort an der Straße ausreichend vorhanden und kostenfrei.

 

Unser Fazit

Wir waren geflasht von der Schönheit und der Atmosphäre dieser Schlucht. Kurz und knackig trifft es. Wenn man dort in der Gegend Urlaub macht, sollte diese Klamm auf jeden Fall auf der Agenda stehen. 

 

Welche Klamm hast du bereits besucht und welche hat dich besonders begeistert?

 


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